Thermografie

Alle Energieservices Thermografie – Wärmeverluste erkennen und Schwachstellen am Gebäude sichtbar machen

Thermografie mit der Wärmebildkamera: Wärmebrücken, Wärmeverluste und Schimmelrisiken erkennen und fachlich bewerten – in Monheim am Rhein.

Was ist eine Thermografie?

Die Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren: Eine Wärmebildkamera erfasst die Infrarotstrahlung, die Oberflächen abgeben, und erstellt daraus ein Wärmebild. Darin werden die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen eines Gebäudes farbig dargestellt.

So werden Temperaturunterschiede an Außenwänden, Fenstern, Türen, Dächern und anderen Bauteilen sichtbar. Je nach Situation ergeben sich Hinweise auf Wärmebrücken, mögliche Undichtigkeiten, ungleichmäßige Wärmeverteilung oder auffällige Temperaturbereiche. Die Gebäude-Thermografie ist damit ein hilfreiches Werkzeug, um den energetischen Zustand eines Gebäudes zu untersuchen und Schwachstellen gezielt zu finden. Ich arbeite dafür mit einer Wärmebildkamera FLIR E52.

Kurz gesagt: Eine Thermografie macht Temperaturunterschiede sichtbar, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, und liefert wichtige Hinweise auf den Zustand eines Gebäudes.

Wofür braucht man eine Thermografie?

Eine Thermografie hilft bei Fragen rund um Energieeffizienz, Gebäudesanierung und Feuchteschäden – vor allem, wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Gebäude auffällige Oberflächentemperaturen hat und wo eine genauere Untersuchung sinnvoll ist.

Typische Einsatzbereiche:

  • Wärmeverluste erkennen: auffällige Temperaturbereiche an der Gebäudehülle untersuchen
  • Wärmebrücken aufspüren: Bereiche finden, an denen Wärmeverluste erhöht sein können
  • Fenster und Türen untersuchen: auffällige Temperaturmuster an Rahmen, Verglasungen und Anschlüssen erkennen
  • Dämmung überprüfen: Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten in der Wärmedämmung gewinnen
  • Feuchtigkeitsprobleme untersuchen: auffällige Oberflächentemperaturen als Anhaltspunkt für eine weitere Feuchtediagnostik nutzen
  • Sanierung kontrollieren: Wärmebilder vor und nach einer Modernisierung vergleichen
  • Heizungsanlagen untersuchen: Temperaturverteilung an Heizkörpern, Fußbodenheizungen oder Rohrleitungen sichtbar machen
  • Energieberatung ergänzen: Erkenntnisse für die Bewertung und Planung von Modernisierungen nutzen

Welche Aussagen im Einzelfall möglich sind, hängt von den Messbedingungen, dem untersuchten Bauteil und der fachlichen Interpretation der Wärmebilder ab.

Welche Vorteile bringt eine professionelle Thermografie?

Wärmeverluste sichtbar machen

Ein Gebäude verliert Wärme über seine Außenbauteile. Wie hoch die Verluste sind, hängt unter anderem von Dämmqualität, Bauweise, Wärmebrücken und dem Temperaturunterschied zwischen innen und außen ab. Die Thermografie zeigt auffällige Oberflächentemperaturen, die auf Schwachstellen hinweisen können – und damit die Bereiche, die in einer Energieberatung oder weiteren Untersuchung genauer betrachtet werden sollten.

Wärmebrücken erkennen

Wärmebrücken sind Stellen der Gebäudehülle, an denen Wärme anders – häufig stärker – abfließt als in den angrenzenden Bereichen. Typisch sind:

  • Fensterlaibungen und Fensterstürze
  • Rollladenkästen
  • Balkonanschlüsse
  • Gebäudeecken
  • Decken- und Wandanschlüsse
  • Übergänge zwischen unterschiedlichen Bauteilen

Die Thermografie macht auffällige Temperaturmuster an solchen Stellen sichtbar. Das hilft, energetische Schwachstellen zu beurteilen oder Ursachen für niedrige Oberflächentemperaturen zu untersuchen.

Hinweise auf Feuchtigkeit und Schimmel

Kalte Wandoberflächen können unter bestimmten Bedingungen das Risiko für Kondensation und Schimmel erhöhen. Die Thermografie zeigt Bereiche mit auffällig niedrigen Oberflächentemperaturen, etwa an Wärmebrücken oder schlecht gedämmten Anschlüssen. Auch Feuchtigkeit kann die Oberflächentemperatur beeinflussen. Aus einem Wärmebild allein lässt sich aber nicht zuverlässig ablesen, ob ein Bauteil tatsächlich feucht ist oder Schimmel vorliegt. Bei Auffälligkeiten sind deshalb ergänzende Untersuchungen sinnvoll – zum Beispiel Feuchtemessungen, eine bauliche Prüfung oder eine fachgerechte Schimmelbewertung.

Energetische Sanierungen gezielter planen

Vor einer Sanierung sollte der Zustand des Gebäudes möglichst genau bekannt sein. Die Thermografie zeigt, wo eine genauere Untersuchung oder eine Sanierungsmaßnahme besonders sinnvoll sein könnte. Zusammen mit einer umfassenden Energieberatung, etwa im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans, lassen sich daraus gezielte Empfehlungen ableiten – zum Beispiel für die Dämmung der Gebäudehülle, bessere Fensteranschlüsse oder die Beseitigung baulicher Schwachstellen.

Sanierungsmaßnahmen überprüfen

Auch nach einer Modernisierung ist die Thermografie hilfreich: Vergleicht man geeignete Wärmebilder vor und nach einer Maßnahme, werden Veränderungen der Oberflächentemperaturen sichtbar, etwa an gedämmten Fassaden oder Fensteranschlüssen. Eine Garantie für eine mängelfreie Ausführung ist das nicht. Für belastbare Ergebnisse müssen die Randbedingungen vergleichbar sein und die Bilder fachgerecht ausgewertet werden.

Verborgene Auffälligkeiten schneller finden

Viele Schwachstellen sind von außen nicht ohne Weiteres zu erkennen. Die Thermografie erfasst Temperaturmuster flächig und hilft so, auffällige Bereiche schneller zu lokalisieren. Das spart Zeit bei der Vorbereitung weiterer Untersuchungen.

Eine verständliche Grundlage für Entscheidungen

Wärmebilder machen Temperaturunterschiede anschaulich. Sie sehen, wo sich auffällige Bereiche befinden und warum bestimmte Bauteile genauer untersucht werden sollten. Zusammen mit meiner Erläuterung und konkreten Empfehlungen können Sie so fundiert über mögliche Sanierungsmaßnahmen entscheiden.

Wie funktioniert eine Gebäude-Thermografie?

Die Wärmebildkamera erfasst die Infrarotstrahlung der Gebäudeoberflächen. Daraus entsteht ein Bild, in dem unterschiedliche Oberflächentemperaturen durch Farben dargestellt werden. Die Farben sind nicht bei jeder Kamera oder Farbskala gleich – oft erscheinen wärmere Bereiche gelb, orange oder rot und kältere blau oder violett.

Entscheidend ist aber nicht die Farbe, sondern die fachgerechte Bewertung der gemessenen Temperaturen und ihrer Verteilung. Dabei berücksichtige ich unter anderem:

  • den Temperaturunterschied zwischen innen und außen
  • aktuelle und vorausgegangene Witterung
  • Sonneneinstrahlung und Wind
  • Oberflächenbeschaffenheit und Emissionsgrad der Materialien
  • Reflexionen durch Glas und andere Oberflächen
  • Heizbetrieb und thermischen Zustand des Gebäudes
  • Lage und Aufbau der untersuchten Bauteile

Erst mit diesen Einflussfaktoren lassen sich die Wärmebilder sinnvoll interpretieren.

Innen- oder Außenthermografie?

Außenthermografie

Hier werden die Außenflächen des Gebäudes untersucht. Sie liefert Hinweise auf auffällige Temperaturverteilungen an Fassaden, Fenstern, Türen und anderen Bauteilen. Das Wärmebild wird allerdings stark von Witterung, Sonne, Wind und den Eigenschaften der Oberflächen beeinflusst.

Innenthermografie

Hier werden die Oberflächentemperaturen der Innenflächen erfasst. Sie ist besonders hilfreich, um kalte Bereiche an Außenwänden, Fensterlaibungen, Deckenanschlüssen oder anderen Bauteilen zu untersuchen – und liefert wichtige Hinweise auf Wärmebrücken und kritische Oberflächentemperaturen im Zusammenhang mit Schimmelrisiken.

Welche Variante ist besser?

Das hängt von der Fragestellung ab. In vielen Fällen ergänzen sich Innen- und Außenthermografie, und bei manchen Untersuchungen ist die Kombination sinnvoll, weil sie unterschiedliche Aspekte des thermischen Verhaltens zeigt.

Thermografie und Schimmel – wie hängt das zusammen?

Schimmel hängt häufig mit erhöhter Feuchtigkeit an oder in Bauteilen zusammen. Ist eine Wandoberfläche kalt und die Raumluftfeuchtigkeit gleichzeitig hoch, kann die relative Feuchte an der Oberfläche unter ungünstigen Bedingungen so stark steigen, dass Schimmelwachstum begünstigt wird. Die Thermografie macht solche kühlen Bereiche sichtbar und zeigt damit mögliche Risikostellen.

Schimmelsporen erkennt sie jedoch nicht, und die Ursache eines Feuchteschadens kann sie allein nicht bestimmen. Eine fundierte Untersuchung umfasst deshalb weitere Schritte:

  • Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit erfassen
  • Oberflächentemperaturen messen bzw. beurteilen
  • mögliche Wärmebrücken untersuchen
  • ergänzende Feuchtemessungen am Bauteil
  • Wasserschäden oder eindringende Feuchtigkeit prüfen
  • die Lüftungssituation bewerten – siehe auch Lüftungskonzept
  • vorhandene Schimmelschäden fachlich einordnen

So lassen sich die Ursachen meist deutlich besser eingrenzen als mit einem Wärmebild allein. Als Sachverständiger für Schimmelpilzschäden (TÜV) übernehme ich diese Untersuchung auf Wunsch komplett.

Thermografie bei Fenstern und Türen

Fenster und Türen – vor allem ihre Anschlüsse an das Mauerwerk – können thermische Schwachstellen haben. Die Thermografie zeigt auffällige Temperaturverteilungen an Rahmen, Laibungen und Anschlussbereichen und gibt Hinweise auf Wärmebrücken, ungünstige Anschlussdetails oder mögliche Undichtigkeiten. Eine Luftundichtigkeit beweist ein Wärmebild allein aber nicht. Soll die Luftdichtheit geprüft werden, sind ergänzende Untersuchungen nötig, etwa eine Leckageortung unter geeigneten Druckbedingungen.

Thermografie bei Heizungsanlagen und Fußbodenheizungen

An Heizkörpern und zugänglichen Rohrleitungen machen Wärmebilder auffällige Temperaturverteilungen sichtbar. Bei Fußbodenheizungen lassen sich unter geeigneten Bedingungen die Temperaturverteilung an der Bodenoberfläche und teilweise der Verlauf der Heizkreise erkennen. Das hilft bei der Fehlersuche und bei der Beurteilung der Wärmeverteilung.

Die Thermografie ersetzt aber keine Heizlastberechnung und keinen hydraulischen Abgleich. Sie zeigt Oberflächentemperaturen, die im Zusammenhang mit den technischen Daten und dem Betriebszustand der Anlage bewertet werden müssen.

Was kann eine Thermografie nicht leisten?

Die Thermografie ist ein wertvolles Diagnosewerkzeug, aber kein Alleskönner. Sie erfasst die Infrarotstrahlung bzw. Oberflächentemperaturen. Wie dick eine Dämmschicht ist, ob sich Schimmel hinter einer Verkleidung befindet oder wie viel Energie ein Bauteil in Kilowattstunden verliert, kann sie nicht ohne Weiteres feststellen. Auch die Ursache einer auffälligen Temperaturverteilung lässt sich nicht immer eindeutig aus dem Bild ablesen. Für eine verlässliche Bewertung müssen Messbedingungen, Baukonstruktion und gegebenenfalls zusätzliche Messungen berücksichtigt werden.

Eine professionelle Thermografie besteht deshalb nicht nur aus Wärmebildern, sondern vor allem aus ihrer fachgerechten Interpretation und den daraus abgeleiteten Empfehlungen.

Ihre Thermografie vom Gebäudeenergieberater und Sachverständigen

Besonders aussagekräftig wird eine Thermografie, wenn die Ergebnisse fachgerecht bewertet und mit den baulichen Gegebenheiten in Zusammenhang gebracht werden. Als Meister im Sanitär- und Heizungsbau, Gebäudeenergieberater (HWK) und Sachverständiger für die Erkennung und Bewertung von Schimmelpilzschäden helfe ich Ihnen, Auffälligkeiten am Gebäude einzuordnen und sinnvolle nächste Schritte festzulegen – ob energetische Sanierung, Wärmebrücken, auffällige Fensteranschlüsse oder mögliche Feuchtigkeitsprobleme.

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Thermografie?

Für die klassische Gebäude-Thermografie zur Untersuchung von Wärmeverlusten eignen sich häufig die kälteren Monate, weil ein ausreichender Temperaturunterschied zwischen innen und außen Unterschiede im thermischen Verhalten besser erkennbar macht. Direkte Sonne, starker Wind und andere Störeinflüsse sollten möglichst vermieden oder bei der Auswertung berücksichtigt werden. Außenaufnahmen sind deshalb oft in den frühen Morgenstunden sinnvoll, bevor die Sonne die Fassade erwärmt. Auch für Innenaufnahmen gelten bestimmte Anforderungen an Temperatur und Gebäudezustand. Der passende Zeitpunkt hängt vom Untersuchungsziel ab – nicht jede Thermografie muss im Winter stattfinden.

Kann eine Thermografie Schimmel nachweisen?

Nein. Sie zeigt kühle Oberflächenbereiche und damit mögliche Risikostellen, erkennt aber keine Schimmelsporen. Dafür sind weitere Untersuchungen wie Feuchtemessungen und eine fachliche Schimmelbewertung nötig.

Was kostet eine Thermografie?

Das hängt von Größe und Zugänglichkeit des Gebäudes, vom Umfang der Untersuchung und von der Anzahl der Aufnahmen ab. Die Untersuchung einzelner auffälliger Bauteile ist etwas anderes als eine umfassende Gebäudeaufnahme mit Innen- und Außenbildern und ausführlicher Dokumentation. Auch Auswertung und Beratung spielen eine Rolle. In meinem Angebot steht deshalb klar, welche Bereiche untersucht werden, wie viele Aufnahmen vorgesehen sind und welche Dokumentation Sie erhalten.

Olaf Wussow

Sie haben Interesse?

Ich unterstütze Sie gerne beim Thema Thermografie!

Olaf Wussow

Sachverständiger für die Erkennung und Bewertung von Schimmelpilzschäden (TÜV)
Gebäudeenergieberater/HWK
Sanitär- und Heizungsbaumeister

Energieberatung und Energieservices für
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